Internet-Strukturdaten
I. Quartal 2012: Drei Viertel der Deutschen sind online
(Mannheim, 13.04.2012) Auch im I. Quartal 2012 nutzten 75 Prozent der deutschen Erwachsenen das Internet zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dieser Wert konstant. Auch im Einzelnen gibt es kaum Veränderungen zum I. Quartal 2011: 81 Prozent der Männer und 71 Prozent der Frauen nutzten das Internet, im Westen der Republik waren es 77 Prozent und im Osten 68 Prozent. Diese Zahlen veröffentlicht die Forschungsgruppe Wahlen in ihren aktuellen Internet-Strukturdaten.

Knapp ein Drittel der Internet-Nutzer (32 Prozent) waren im I. Quartal 2012 mehr als zehn Stunden in der Woche im Internet. 45 Prozent waren zwischen drei und zehn Stunden online und weniger als ein Viertel (22 Prozent) eine bis zwei Stunden. Dabei nutzten Jüngere das Internet zeitintensiver als Ältere. 42 Prozent informierten sich im Internet über Politiknachrichten. Bezogen nur auf die Gruppe der Internet-Nutzer war dies mehr als jeder Zweite (55 Prozent). Jüngere riefen häufiger Politiknachrichten im Internet ab als Ältere. Außerdem nutzten diese Möglichkeit in allen Altersgruppen wesentlich mehr Männer als Frauen.
Altersspezifische Unterschiede im Umgang mit dem Internet zeigen sich nur noch zwischen Bürgern unter und über 50 Jahren: Während in allen Altersgruppen bis 49 Jahren mindestens 90 Prozent das Internet nutzten (jeweils 98 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sowie der 25- bis 29-Jährigen, 96 Prozent der 30- bis 39-Jährigen und 92 Prozent der 40- bis 49-Jährigen), lag der Anteil der Internet-Nutzer bei den 50- bis 59-Jährigen bei 81 Prozent und bei den über 60-Jährigen bei weit unterdurchschnittlichen 43 Prozent. Deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede zeigten sich nur bei den über 60-Jährigen: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der über 60-jährigen Männer nutzten das Internet, aber nur 35 Prozent der über 60-jährigen Frauen.

Nach wie vor ist das Internet ein Medium der formal höher Gebildeten. Während 94 Prozent der Deutschen mit Hochschulreife und 86 Prozent jener mit Mittlerer Reife das Internet nutzten, waren es bei jenen mit Hauptschulabschluss und Lehre mehr als die Hälfte (58 Prozent) und bei jenen mit Hauptschulabschluss ohne Lehre lediglich 44 Prozent. Die Unterschiede in Bezug auf die Berufsgruppenzugehörigkeit fielen weniger ins Gewicht, lediglich die Arbeiter waren nach wie vor unterrepräsentiert (64 Prozent). Bei den einfachen bis mittleren Angestellten und Beamten lag der Anteil der Internet-Nutzer bei 77 Prozent, bei den leitenden Angestellten und höheren Beamten bei 83 Prozent und bei den Selbstständigen bei 86 Prozent.
Bei den Parteianhängern der CDU/CSU (71 Prozent) und der SPD (73 Prozent) lag der Anteil der Internet-Nutzer leicht unter dem Durchschnitt aller Deutschen. Überdurchschnittlich hoch fiel der Anteil hingegen bei den Anhängern der Linken (81 Prozent), der FDP (86 Prozent), der Grünen (91 Prozent) sowie der Piraten aus (90 Prozent).
Internet-Strukturdaten
Die Quartalsdaten basieren auf repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen von insgesamt 3.806 Deutschen ab 18 Jahren zwischen dem 10.01. und 29.03.2012.
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