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Dual-Frame-Ansatz in politischen Umfragen

Stefan Hunsicker & Yvonne Schroth

(Mannheim, April 2014) Der Aufsatz geht der Frage nach, ob Bevölkerungsumfragen, die über Festnetzstichproben erhoben werden, vor dem Hintergrund wachsender Mobilfunknutzung noch als repräsentativ angesehen werden können. Dafür wurden über zwei unabhängige Erhebungsverfahren der Anteil derjenigen wahlberechtigen Personen ermittelt, die nur noch über Mobilfunk zu erreichen sind und daher systematisch bei telefonischen Befragungen über das Festnetz ausgeschlossen werden. Käme der Anteil an eine bestimmte Grenze, wäre der Einsatz eines Dual-Frame, also Festnetz und Mobilfunk, unausweichlich. Es wird zum einen untersucht, wie die Gruppe der exklusiven Mobilfunknutzer, die man bei Festnetzstichproben systematisch ausschließt, sozialstrukturell charakterisiert werden kann. Und zum anderen, wie sich Variablen in politischen Meinungsumfragen verändern, wenn man Mobilfunknutzer in Festnetzstichproben integriert.
Die Ergebnisse lassen uns zu dem Schluss kommen, dass die Anteile der zu befragenden Personen, die über Festnetznummern erreichbar sind, bundesweite Umfragen über Festnetzstichproben noch als repräsentativ gelten lassen. Auch sind die Veränderungen in politischen Einstellungen und der Wahlabsichtsfrage durch die Berücksichtigung von Mobile-Onlys eher gering und nicht systematisch. Der Dual-Frame-Ansatz als stichprobentheoretisch fundierte Methode, ist zwar bundesweit problemlos umsetzbar, wird aber vor dem Hintergrund der fehlenden regionalen Schichtungsmöglichkeit der Mobilfunknummern und der hohen Datenqualität von Umfragen, die über Festnetzstichproben erhoben werden, als (noch) nicht dringend erforderlich erachtet.
Dual-Frame-Ansatz in politischen Umfragen
Stefan Hunsicker/Yvonne Schroth, Arbeitspapiere der Forschungsgruppe Wahlen e.V., Mannheim Nr. 2 - April 2014.
kompletten Aufsatz abrufen (PDF, 241 KB)

Seite zuletzt geändert am 02.04.2014 um 12:10 Uhr

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