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KBV-Versichertenbefragung 2011

Arbeit der niedergelassenen Ärzte genießt große Wertschätzung

(Berlin/Mannheim, 21.11.2011) "Die Zufriedenheit der Versicherten mit der Wartezeit auf einen Termin hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Rund die Hälfte wird sofort behandelt oder war in Praxen ohne Terminvergabe. Von den Übrigen fanden über Dreiviertel die Wartezeit nicht zu lang. Allerdings gibt es Fälle, in denen Patienten eindeutig zu lange warten müssen. Für sie müssen wir noch Lösungen finden." Das hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, heute bei der Vorstellung der Studien in Berlin gesagt.
FGW Telefonfeld: Versichertenbefragung der KBV 09/2011 (n=1.692). Veränderungen zur Versichertenbefragung der KBV 05-06/2010 in Klammern
Ein weiteres Ergebnis der Befragung ist, dass Deutschlands Ärzte in der Bevölkerung nicht nur sehr viel Vertrauen genießen, sondern von den Patienten auch als sehr fachkompetent wahrgenommen werden. Praktisch unverändert zu 2010 sprechen insgesamt 91 Prozent (2010: 92 Prozent) aller Befragten von einem guten bis sehr guten Vertrauensverhältnis zu dem Arzt, den sie in den letzten zwölf Monaten zuletzt besucht haben. Auch die fachlichen Fähigkeiten beurteilen - exakt wie im Vorjahr - 92 Prozent der Befragten positiv.
FGW Telefonfeld: Versichertenbefragung der KBV 09/2011 (n=1.692), rundungsbedingte Summenabweichungen. Veränderungen zur Versichertenbefragung der KBV 05-06/2010 in Klammern
Kritisch beurteilte Köhler jedoch einen Trend bei Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), der im Vergleich zur vorherigen Befragung deutlich werde: "Der Anteil der Versicherten, die vom Arzt eine IGeL angeboten bekommen haben, ist leicht gestiegen: von 22 Prozent im Jahr 2008 auf 24 Prozent. Vor allem aber fanden mehr Versicherte die Bedenkzeit, um ein solches Angebot anzunehmen, nicht ausreichend: Ihr Anteil stieg von 15 auf 19 Prozent."
Internetportale zur Arztbewertung hätten für die Versicherten noch keine Bedeutung, erklärte Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV: "Nur zehn Prozent gaben an, diese bereits genutzt zu haben. Von diesen fanden mehr als die Hälfte, nämlich 55 Prozent, die Portale nicht hilfreich. Die Versichertenbefragung habe auch gezeigt, dass viele Versicherte den Austausch wirkstoffgleicher Präparate nicht richtig finden (44 Prozent)."

Informationen zur Umfrage

Für die Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat die Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH vom 26. bis 29. September 2011 in Deutschland insgesamt 2.048 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger telefonisch befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung sind repräsentativ für die Deutsch sprechende Wohnbevölkerung im Alter zwischen 18 und 79 Jahren.

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Seite zuletzt geändert am 30.08.2016 um 11:46 Uhr

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