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Zur Repräsentativität im Internet

(Mannheim, 17.10.2000) Bisher ist es unmöglich, repräsentative Online-Umfragen durchzuführen. Die Forschungsgruppe Wahlen Online GmbH (FGW Online GmbH) hat einen neuen Ansatz gewählt, der diese Hürde zwar nicht gänzlich überwindet. Sehr wohl lassen sich damit aber viel besser als in konventionellen Befragungen die besonders internetaffinen Nutzer erreichen.
Mit dem Untersuchungsansatz des Pilotprojekts kann zuverlässig das Einstellungs- und Nutzungsprofil derjenigen Internet-Nutzer abgebildet werden, die eine überdurchschnittlich hohe Affinität zum Medium Internet aufweisen, die dieses Medium bereits heute souverän handhaben und die das Internet in ihren beruflichen und privaten Alltag integriert haben.
In dem gemeinsamen Projekt mit dem Bundesverband deutscher Banken untersuchte die FGW Online GmbH die Chancen und Probleme von Online-Umfragen verschiedenster Untersuchungsdesigns. Parallel zu einer repräsentativen Telefonumfrage unter Internet-Nutzern und Nichtinternet-Nutzern wurde eine Online-Befragung durchgeführt. In drei Wellen wurden 7.779 Personen in der Zeit vom 25. August bis 3. Oktober 2000 befragt und über ein online-rekrutiertes Panel per E-Mail angeschrieben. In einem ersten Schritt ging es darum, die Milieuzugehörigkeit online-rekrutierter Befragungspersonen zu quantifizieren und die Unterschiede zu repräsentativen (telefonischen) Befragungen von Internet-Nutzern zu beschreiben. Mit Hilfe der Sozialen Milieus kann die Alltagswirklichkeit verschiedener (Nutzer)-Gruppen wesentlich wirklichkeitsnäher als mit den üblichen demographischen Kategorien und der Schichtzuordnung beschrieben werden.
Mit der Etablierung des Internets als Alltagsmedium fanden in der letzten Zeit immer mehr Versuche statt, innerhalb des Internets Online-Umfragen durchzuführen. Dieser Trend wirft die Frage nach der Zuverlässigkeit solcher Umfragen auf. Leider fehlt bei vielen der bisherigen Online-Umfragen das notwendige kritische Methodenbewusstsein, um zu validen Ergebnisse zu gelangen. Auf absehbare Zeit ist es unmöglich, mittels Online-Umfragen Ergebnisse zu erhalten, die repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind. Grund dafür ist die ungleichmäßige Ausstattung mit einem Internet-Zugang innerhalb der verschiedenen demographischen Gruppen.
Die Ergebnisse der Studie können Sie hier (PDF, 156 KB) downloaden.

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Seite zuletzt geändert am 03.05.2013 um 09:23 Uhr

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