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Politbarometer-Extra

Mehrheit gegen Lockerung der Sparvorgaben für Griechenland

(Mainz, 18.06.2012) Bei der Parlamentswahl in Griechenland am 17. Juni haben Parteien eine Mehrheit bekommen, die die vereinbarten Sparvorgaben mit der EU zwar prinzipiell einhalten wollen, aber auf Nachverhandlungen drängen. In diesem Zusammenhang wird sowohl über eine zeitliche Streckung als auch über weniger strenge Auflagen diskutiert. 37 Prozent der Deutschen befürworten es, wenn Griechenland mehr Zeit eingeräumt wird für die Umsetzung der Sparvorgaben, 54 Prozent sind dagegen (weiß nicht: 9 Prozent). Eine Lockerung der Sparvorgaben an sich lehnt mit 78 Prozent eine große Mehrheit der Befragten ab, nur 13 Prozent unterstützen dies (weiß nicht: 9 Prozent).
Die Einstellungen zum Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone haben sich durch das Wahlergebnis vom Sonntag deutlich verändert: Im Politbarometer vergangene Woche sprachen sich 36 Prozent für und 55 Prozent gegen eine weitere Beteiligung Griechenlands am Euro aus (weiß nicht: 9 Prozent). Jetzt ist eine Mehrheit von 66 Prozent der Meinung, das Land solle weiterhin den Euro als Währung haben, nur noch 26 Prozent sind dagegen (weiß nicht: 8 Prozent).
Hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen und politischen Lage in Griechenland verbinden die Deutschen wenig Hoffnung mit dem Wahlausgang. So rechnen 19 Prozent damit, dass sich die Situation dort jetzt eher verbessern wird, 9 Prozent, dass sie sich eher verschlechtern wird und 67 Prozent gehen davon aus, dass sich kaum was verändern wird (weiß nicht: 5 Prozent). Recht verhalten sind auch die Erwartungen mit Blick auf die Euro-Krise: 9 Prozent glauben, die Lösung der Euro-Krise wird nach der Wahl in Griechenland eher leichter, es wird eher schwerer sagen 26 Prozent und da ändert sich nicht viel 59 Prozent (weiß nicht: 6 Prozent).

Informationen zur Umfrage

Die Umfrage wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden am 18. Juni 2012 bei 1.040 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei 1.000 Befragten und einem Anteil von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteil von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte.

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Seite zuletzt geändert am 02.11.2012 um 17:38 Uhr

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