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Politbarometer-Extra Niedersachsen
Oktober II 2017

SPD knapp vor CDU – Rot-Grün verliert die Mehrheit
Stephan Weil mit deutlichem Vorsprung vor Bernd Althusmann

(Mainz, 12.10.2017) Wenige Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen liegt die SPD knapp vor der CDU, die ebenso wie die Grünen gegenüber 2013 mit Verlusten rechnen muss. Die AfD hat gute Chancen im nächsten Landtag vertreten zu sein. Bei der Linke bleibt es unklar, ob sie den Sprung in den Landtag schafft.
Politbarometer-Projektion: Wenn schon jetzt die Wahl zum Landtag wäre, dann käme die CDU auf 33 Prozent (unverändert im Vergleich zur Vorwoche) und die SPD auf 34,5 Prozent (plus 1,5). Die Grünen würden 9 Prozent (unverändert) erreichen und ebenso 9 Prozent die FDP (minus 1). Die Linke käme auf 5 Prozent und die AfD auf 7 Prozent (beide unverändert). Die anderen Parteien lägen zusammen bei 2,5 Prozent (minus 0,5).
Damit hätte die amtierende Koalition aus SPD und Grünen keine parlamentarische Mehrheit mehr. Reichen würde es für eine große Koalition aus SPD und CDU, für eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder für eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP. Rot-Rot-Grün würde die Mehrheit knapp verfehlen.
Bei der letzten Landtagswahl 2013 war die CDU auf 36,0 Prozent gekommen, die SPD auf 32,6 Prozent, die Grünen auf 13,7 Prozent, die FDP auf 9,9 Prozent, die Linke auf 3,1 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 4,7 Prozent.
Viele sind noch unsicher, ob und wen sie wählen wollen:
Insgesamt geben diese Projektionswerte, bei denen auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen sind, lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Bis dahin kann es für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu Veränderungen kommen. Zudem wissen 29 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen. Aus diesen Gründen ist auch ein Scheitern der Linke an der Fünf-Prozent-Hürde nicht auszuschließen.
Gewünschter Ministerpräsident
Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten in Niedersachsen hätte, liegt Amtsinhaber Stephan Weil (SPD) mit 49 Prozent (unverändert im Vergleich zur Vorwoche) vor seinem CDU-Herausforderer Bernd Althusmann, der nur auf 31 Prozent (plus 2) kommt (keinen von beiden: 4 Prozent; weiß nicht: 16 Prozent). Während Weil von den SPD-Anhängern (87 Prozent) sowie den Anhängern der Grünen (73 Prozent) und der Linken (61 Prozent) mehrheitlich gewünscht wird, sprechen sich die meisten CDU- (74 Prozent) und FDP-Anhänger (54 Prozent) für Althusmann aus.

Informationen zur Umfrage

Die Umfrage zu diesem Politbarometer-Extra wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 11. bis 12.10.2017 unter 1.001 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Niedersachsen telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste bundesweite Politbarometer sendet das ZDF am 13.10.2017. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage

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Seite zuletzt geändert am 12.10.2017 um 22:05 Uhr

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Politbarometer-Extra
Diese Rubrik beinhaltet Sonderumfragen des Politbarometers zu wichtigen politischen Themen.

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