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Politbarometer-Extra Berlin September II 2016

In Berlin wird Drei-Parteien-Koalition notwendig –
Müller deutlich vor Henkel

(Mainz, 15.09.2016) Wenige Tage vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin scheint es zukünftig für ein Bündnis von nur zwei Parteien nicht mehr zu reichen: Die beiden bisher gemeinsam regierenden Parteien SPD und CDU müssen Federn lassen. Die Piraten werden wohl an der Fünf-Prozent-Grenze scheitern und nicht mehr im Parlament vertreten sein, während die AfD auch in Berlin mit einem zweistelligen Ergebnis rechnen kann. Auf den letzten Metern kann die FDP etwas zulegen und hat die Chance, den Sprung ins Abgeordnetenhaus zu schaffen.
Politbarometer-Projektion
Wenn schon jetzt die Wahl zum Abgeordnetenhaus wäre, dann käme die SPD auf 23 Prozent (minus 1 im Vergleich zur Vorwoche), die CDU auf 18 Prozent (minus 1), die Grünen auf 15 Prozent (unverändert), und die Linke auf 14,5 Prozent (plus 0,5). Die FDP könnte mit 6,5 Prozent (plus 1,5) rechnen und die AfD mit 14 Prozent (unverändert). Die anderen Parteien, darunter auch die Piraten, blieben jeweils unter 3 Prozent und kämen zusammen auf 9 Prozent (unverändert).
Bei der letzten Abgeordnetenhauswahl 2011 war die SPD auf 28,3 Prozent, CDU auf 23,3 Prozent, die Grünen auf 17,6 Prozent, die Linke auf 11,7 Prozent, die Piraten auf 8,9 Prozent, die FDP auf 1,8 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 8,4 Prozent gekommen.
Viele sind noch unsicher, ob und wen sie wählen wollen
Insgesamt geben diese Projektionswerte, bei denen auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen sind, lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Bis dahin kann es für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu Veränderungen kommen. Zudem wissen 41 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.
Vorsprung für den Regierenden Bürgermeister wird kleiner
Bei der Frage, wen man lieber als Regierenden Bürgermeister in Berlin hätte, Michael Müller (SPD) oder Frank Henkel (CDU), sprechen sich 53 Prozent (minus 6 im Vergleich zur Vorwoche) für Müller aus und nur 17 Prozent für Henkel (minus 2). Keinen von beiden wollen 16 Prozent (plus 5); weiß nicht: 14 Prozent (plus 3).

Informationen zur Umfrage

Die Umfrage zu diesem Politbarometer-Extra wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden am 14. und 15. September 2016 unter 1.420 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung Berlins. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage

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Seite zuletzt geändert am 15.09.2016 um 21:55 Uhr

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Politbarometer-Extra
Diese Rubrik beinhaltet Sonderumfragen des Politbarometers zu wichtigen politischen Themen.

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