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Politbarometer Extra Bayern

Politische Stimmung in Bayern: CSU ohne absolute Mehrheit
Zwei Drittel wollen, dass Stoiber 2008 nicht mehr antritt

(Mainz, 13.01.2007) Unmittelbar vor der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion hat sich die politische Stimmung in Bayern für die CSU dramatisch verschlechtert: Aktuell sprechen sich nur noch 45 Prozent für die CSU aus, das sind gut 15 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Landtagswahl 2003. Die SPD liegt jetzt bei 27 Prozent, die Grünen bei 10 Prozent, die FDP bei 9 Prozent und eine Vielzahl von sonstigen Parteien käme zusammen auf 9 Prozent, darunter aber keine auf mehr als 2 Prozent.
Dieses Stimmungsbild ist sehr stark von den aktuellen Differenzen um Edmund Stoiber geprägt. Die Zahlen stellen keine Prognose für den Ausgang der Landtagswahl im Jahr 2008 dar. Allerdings bestätigen sie eine Grunderkenntnis der Wahlforschung, dass gerade bürgerliche Parteien besonders von fehlender Geschlossenheit und vom Streit zwischen den politischen Akteuren beschädigt werden.
Wenn es um die Frage geht, ob Stoiber bei der nächsten Landtagswahl wieder als Spitzenkandidat der CSU antreten soll, sind sich 65 Prozent der wahlberechtigten Bayern einig: Sie sind gegen eine weitere Kandidatur des langjährigen Ministerpräsidenten. Lediglich 28 Prozent sprechen sich für seine erneute Kandidatur aus (weiß nicht: 7 Prozent). Selbst unter den CSU-Anhängern gibt es eine klare Mehrheit gegen eine abermalige Spitzenkandidatur Stoibers: 52 Prozent sind dagegen und 43 Prozent dafür (weiß nicht: 5 Prozent).
Allerdings erwartet mit 69 Prozent eine ebenso deutliche Mehrheit der befragten Bayern, dass Edmund Stoiber 2008 wieder antreten wird, 25 Prozent gehen davon aus, dass die CSU mit einem anderen Spitzenkandidaten in die Landtagswahl zieht (weiß nicht: 6 Prozent). Auch die CSU-Anhänger sehen das so: 65 Prozent erwarten, dass Stoiber wieder antritt und 29 Prozent glauben das nicht (weiß nicht: 6 Prozent).
Die Umfrage zu diesem POLITBAROMETER EXTRA wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden am 12. und 13.Januar 2007 unter 1.142 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Bayern telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Bayern. Die Fehlertoleranz beträgt bei den großen Parteien 3,0 Prozentpunkte, bei den kleineren rund 1,6 Prozentpunkte.

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Seite zuletzt geändert am 04.11.2012 um 10:42 Uhr

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