Politbarometer März 2026
Mehrheit: Regierung tut zu wenig gegen steigende Energiepreise – SPD: Wenig Vertrauen in Vorsitzende Klingbeil und Bas
Nach den beiden Landtagswahlen im März gibt es bei der Projektion jetzt Veränderungen. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, lägen Union und AfD aktuell gleichauf: Die CDU/CSU käme weiterhin auf 26 Prozent und die AfD könnte sich auf 26 Prozent (plus 2) verbessern. Die SPD würde nur noch 13 Prozent (minus 2) erreichen und auf ihren Tiefstwert fallen. Die Grünen könnten deutlich zulegen auf 15 Prozent (plus 3) und die Linke könnte mit 10 Prozent (minus 1) rechnen. Alle anderen Parteien bekämen zusammen 10 Prozent (minus 2), darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde. Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot nach wie vor keine parlamentarische Mehrheit.
Auch wenn im Detail noch nicht bekannt ist, wie die von der Regierung angekündigten Reformmaßnahmen aussehen werden, sind die Erwartungen daran sehr gedämpft. Nur 31 Prozent glauben, dass Union und SPD damit einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme in Deutschland leisten werden, fast zwei Drittel (64 Prozent) bezweifeln das.
Bei der Beurteilung von Politikerinnen und Politikern nach Sympathie und Leistung („Was halten Sie von?“) liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius weiter auf dem ersten Rang. Er wird auf der Skala von +5 bis -5 mit einem Durchschnittswert von 2,0 (hier und im Folgenden Vergleichswert von Ende Februar: 2,1) bewertet. Mit großem Abstand folgen Johann Wadephul mit 0,5 (0,5), Lars Klingbeil, der mit minus 0,3 (0,2) erstmals im Negativbereich liegt und Bärbel Bas mit minus 0,4 (minus 0,1). Danach kommen Friedrich Merz mit minus 0,5 (minus 0,5), Alexander Dobrindt mit minus 0,6 (minus 0,3), Heidi Reichinnek mit minus 0,7 (minus 0,7), Markus Söder mit minus 0,8 (minus 0,6) und Katherina Reiche, die sich mit minus 1,2 (minus 1,0) zum dritten Mal in Folge verschlechtert. Schlusslicht bleibt Alice Weidel mit minus 2,3 (minus 2,5).
Die SPD hat bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz herbe Verluste hinnehmen müssen. Es gibt wenig Vertrauen, dass die beiden Parteivorsitzenden es schaffen werden, die SPD aus der Krise zu führen. Nur 17 Prozent trauen dies Lars Klingbeil und Bärbel Bas zu, drei Viertel (75 Prozent) bezweifeln das. Auch in den eigenen Reihen setzen nur 29 Prozent auf die beiden Vorsitzenden. Eine Mehrheit von 56 Prozent in der SPD-Anhängerschaft glaubt nicht, dass Klingbeil und Bas die Partei wieder auf Kurs bringen werden.
Die AfD hat sehr gute Ergebnisse bei den jüngsten Landtagswahlen erzielt. Der Umgang mit der AfD ist aber weiterhin umstritten. 56 Prozent aller Befragten schließen sich der Forderung an, dass es keinerlei Zusammenarbeit der anderen Parteien mit der AfD geben soll, 41 Prozent halten das für nicht richtig, darunter 91 Prozent der AfD-Anhänger. Befragte im Westen (60 Prozent) lehnen jegliche Kooperation mit der AfD häufiger ab als Befragte im Osten (41 Prozent).
Ein Großteil der Befragten (84 Prozent) erwartet nicht, dass der Krieg, den die USA und Israel gegen Iran führen, in den nächsten Wochen enden wird (wird enden: 13 Prozent). Ein länger andauernder Krieg würde nach Ansicht von 89 Prozent der Befragten der Wirtschaft in Deutschland stark schaden, nur 9 Prozent befürchten keine solchen Auswirkungen.
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Die Standardfragen (PDF, 107 KB)
Seite zuletzt geändert am 27.03.2026 um 08:13 Uhr

