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TV-Duell 2005

Analyse der Forschungsgruppe Wahlen

(Mannheim, 04.09.2005) Der Sieger des TV-Duells heißt aus Sicht der Zuschauer Gerhard Schröder (SPD). Insgesamt 48 Prozent sagen, der Kanzler habe sich besser geschlagen, 28 Prozent nennen die CDU/CSU-Kandidatin Angela Merkel, 24 Prozent sahen beide Kontrahenten auf einem Niveau. Unter Zuschauern mit einer noch unsicheren Wahlabsicht war für 58 Prozent Schröder der Sieger, 16 Prozent nannten Merkel als Gewinnerin, 26 Prozent erkannten keine großen Unterschiede.Der Auftritt Angela Merkels war jedoch für 54 Prozent besser als erwartet, für 32 Prozent haben sich die Annahmen bestätigt und nur 12 Prozent sagen, dass ihre Erwartungen an Angela Merkel in der Debatte nicht erfüllt wurden. Gerhard Schröder war für 18 Prozent besser, für 19 Prozent schlechter und für 62 Prozent genau so, wie zuvor angenommen.
Das glaubwürdigere Auftreten bescheinigen 39 Prozent Gerhard Schröder, 30 Prozent fanden Angela Merkel glaubwürdiger (kein Unterschied: 31 Prozent). Sympathischer, so 46 Prozent der Zuschauer, war der Bundeskanzler, 26 Prozent nennen hier die Herausforderin (kein Unterschied: 27 Prozent). Während 35 Prozent Angela Merkel zutrauen, neue Jobs zu schaffen, erreicht Gerhard Schröder gerade 10 Prozent, 52 Prozent können in diesem Punkt aber keine Unterschiede feststellen.
Die grundsätzlichen Einstellungen gegenüber den beiden Kandidaten sind überwiegend unverändert: Mit Blick auf Angela Merkel haben nach dem Duell 40 Prozent eine bessere und 13 Prozent eine schlechtere Meinung, für 47 Prozent ist diese wie schon zuvor. Die Meinung über Gerhard Schröder ist dagegen bei 67 Prozent stabil, 22 Prozent sagen besser und 11 Prozent schlechter als vor dem Streitgespräch.
In der Kanzlerfrage hat der Amtsinhaber die Nase vorn: Nach dem Duell hätten 55 Prozent der Zuschauer lieber Gerhard Schröder als Regierungschef, 41 Prozent bevorzugen Angela Merkel als nächste Bundeskanzlerin. Vor dem Aufeinandertreffen der beiden Duellanten kam Schröder in der Kanzlerfrage unter den Fernsehzuschauern noch auf 52 Prozent, Merkel erreichte wie schon zuvor 41 Prozent.
Unter allen wahlberechtigten Deutschen sprachen sich zuletzt 49 Prozent für Schröder und 41 Prozent für Merkel aus. Da bei TV-Duellen ein Teil der Meinungsbildung jedoch auch über die anschließende Berichterstattung erfolgt, bleibt abzuwarten, ob oder wie sich das Bild der beiden Kandidaten in den nächsten Tagen verändert.
Die Zahlen basieren auf einer telefonischen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen unter 1.219 zufällig ausgewählten wahlberechtigten Zuschauern des TV-Duells, die in den Wochen vor der Sendung bei den Politbarometer-Erhebungen erklärt hatten, das TV-Duell sehen zu wollen.
Damit ist die Befragung repräsentativ für die wahlberechtigten Zuschauer des TV-Duells, die sich von der Gesamtheit vor allem durch ein deutlich höheres Interesse für Politik unterscheiden.

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Seite zuletzt geändert am 03.09.2013 um 09:55 Uhr

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